Der bekannte tschechisch-französische Schirftsteller Milan Kundera sagte einmal:

„Die wahre menschliche Güte kann sich in ihrer absoluten Reinheit und Freiheit nur denen gegenüber äußern, die keine Kraft darstellen. Die wahre moralische Prüfung der Menschlichkeit, die elementarste Prüfung äußert sich in der Beziehung der Menschen zu denen, die ihnen ausgeliefert sind: Zu den Tieren.“

Dies sehe ich ähnlich. Die Lebewesen die uns auf Grund unserer überlegenen Kraft, Größe oder Intelligenz ausgeliefert sind, sind die, die von uns am meisten Schutz benötigen. Dies gilt für Tiere so, aber auch für Kinder, und für andere Menschen die auf Grund verschiedener Lebensumstände in einer schlechteren Lage sind als wir. Da jene sich nur schwer gegen uns wehren können, und womöglich aus Angst oder Unvermögen uns auch keine Widerrede bieten oder Spiegel vorhalten können, zeigt sich an unserem Verhalten Ihnen gegenüber das was wir wirklich in uns tragen.

Es ist hier wo sich die Frage stellt wie sehr wir bereit sind unser eigenes Verhalten aufrichtig und ehrlich zu reflektieren – ganz für uns alleine, ohne äußere Richter oder Zeugen.

Wie wollen wir sein? Wofür stehen wir? Wie verhalten wir uns in der Welt und Anderen gegenüber?

Sogar Friedrich der Grosse sagte schon: „Ich glaube, ein Mensch, der gegen ein treues Tier gleichgültig sein kann, wird gegen seinesgleichen nicht dankbarer sein, und wenn man vor die Wahl gestellt wird, ist es besser, zu empfindsam als zu hart zu sein.“

Es ist zwischen uns Lebewesen, vier-beinig oder zwei-beinig, wo wir unser Mitgefühl und unser Einfühlungsvermögen testen und stärken können und im besten Falle die positiven Eigenschaften unseres Geistes, unserer Intelligenz und unserer Fähigkeiten zum Tage bringen können –
für mehr Frieden und Mitgefühl für uns alle.

Dies nenne ich Stärke und Persönlichkeit.